Warum ich nein sage zu Ecopop

Irrtümer von Ecopop, Homeschool News, Jan Zieba, Bernice Zieba

Irrtümer von Ecopop, Homeschool News, Jan Zieba, Bernice ZiebaFünf Irrtümer von Ecopop

Gestern flatterte in unseren Briefkasten eine ganze Zeitung voll von Argumenten für die Ecopop-Initiative, zu der am 30. November eine eidgenössische Abstimmung stattfindet. Die Zeitung ist im sympathischen Grün aufgemacht und enthält zahlreiche Fotos von Menschen verschiedener Herkunft. Doch bei genauerer Betrachtung enthält die Ecopop-Initiative zutiefst menschenverachtende Scheinlogiken, Heucheleien und gefährliche Irrtümer. Kurz gesagt ein Lügenpaket in schöner Verpackung! Wobei ich den Initianten nicht der Lüge bezichtige, denn wahrscheinlich ist ihnen gar nicht bewusst, welchem Irrtum sie verfallen sind.

Ich bin keine Politikerin und auch kaum politisch engagiert. Ich bin Mutter von sechs Kindern und Katechetin. Doch möchte ich mit meinen persönlichen Worten, auf einige der Argumente eingehen, die mich seit gestern innerlich stark beschäftigt haben.

1. Ecopop empfiehlt indirekt zwei Kinder pro Familie, um den Bevölkerungswachstum in der Schweiz und weltweit zu bremsen und um die Umwelt zu schonen.

Hätten wir eine 2-Kind-Politik, würden grössere Familien automatisch diskriminiert werden (siehe 1-Kind-Politik in China). In Wirklichkeit gibt es keine ideale Grösse der Familie, denn jede Familie ist einmalig und unendlich wertvoll, ob sie 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder mehr Kinder hat! Mit einer 2-Kind-Politik würden Abtreibungen zunehmen und damit auch psychisches Elend. Und es ist ein Irrtum zu glauben, wegen den grossen Familien geschehe mehr Umweltverschmutzung. Denn gerade in grossen Familien lernen Kinder sparsam und bescheiden zu leben und mehr zu teilen. Familien nehmen nicht mehr Platz als Alleinstehende oder Paare ohne Kinder, welche nicht selten grosse Wohnungen oder ganze Häuser für sich alleine bewohnen und ein Auto für sich alleine haben! Die Individualisierung, Gier und Verwöhntheit der Gesellschaft trägt zum Bauboom bei und nicht die Familien mit mehreren Kindern! Ausserdem stirbt die Schweizerbevölkerung aus, wenn es so weitergeht, da die Gesellschaft überaltert ist und es an Nachwuchs fehlt!

2. Ecopop propagiert die Verbreitung von künstlichen Verhütungsmitteln in Afrika und anderen ärmeren Ländern der Welt.

Die Initianten glauben dem Problem von „ungewollten Schwangerschaften“ (was für ein Unwort!) mittels künstlicher Verhütung zu vermindern, aber halten es nicht für nötig auf die moralische Pflicht und Menschenwürde aufmerksam zu machen. Die Kirche sagt schon seit Jahrhunderten: Sexualität gehört nur in geordneten Verhältnissen, nämlich in eine Ehe zwischen Mann und Frau, die sich in Liebe umarmen. Solange darauf nicht gehört wird, wird es diesbezüglich immer Probleme geben und künstliche Verhütung löst solche Probleme nicht. Wer keine Kinder haben will, muss auf Sex verzichten. So einfach ist das und es ist der einzige richtige Weg! Die Ehe sollte hingegen für neues Leben offen sein. Wenn ein Ehepaar aus berechtigten Gründen (Krankheit, Armut, andauernde Überforderung) keine Kinder mehr verantworten kann, gibt es die natürliche Familienplanung. D.h. an den fruchtbaren Tagen auf Sex verzichten. Das ist nachweislich die sicherste und gesündeste Methode!

Selbstverständlich gilt dieser Hinweis auf die Moral und menschliche Würde nicht nur für die Menschen der südlichen Ländern, sondern insbesondere auch für die Gesellschaft des übersättigten Westens. Die Haltung von Ecopop klingt für mich ein wenig so: „Ihr im Armen Süden sollt gefälligst weniger Kinder auf die Welt bringen, damit wir weiterhin ungestört im Luxus schwelgen können!“

3. Ecopop glaubt, die Menschheit in ihrem Wachstum bremsen zu müssen, um den Planeten zu retten.

Gibt es die Überbevölkerung oder ist das ein Mythos der Reichen und Mächtigen dieser Welt? Mutter Teresa sagte: Das einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen.

Seit der Industralisierung fliehen Leute in die Städte. Angelockt von der Hoffnung oder von leeren Versprechungen, in der Stadt einen gut bezahlten Job zu kriegen, verlassen sie ihr Stück Boden und somit ihre Fähigkeit sich selbst zu ernähren. Sie verkaufen ihr Land oder es wird ihnen von Grossgrundbesitzern weggenommen. Die Städte sind dann wirklich gedrängt voll, und Arbeitslosigkeit und Elend verbreitet sich. Das Problem der Überbevölkerung betrifft die grossen Städte aber nicht den Planeten insgesamt. Es gäbe genug Platz und genügend Nahrung für jeden! Weil einige im Wohlstand und Überfluss leben und das auf Kosten der Armen, gibt es diese Ungleichheit. Wegen der Gier, dem Grössenwahn und der Götzenanbetung des Geldes gibt es Ausbeutung von Mensch und Umwelt.

4. Ecopop behauptet jede 3. Schwangerschaft sei ungewollt.

Der, der das behauptet, hat sicher jede Mutter dieser Erde persönlich befragt …!?! Oder wie kommt einer zu so einer sehr unseriösen Statistik?! Unsere Kinder waren allesamt erwünscht und ich kenne viele Familien, die sich ihre drei oder mehr Kinder gewünscht haben! Und nicht zu reden von jenen Paaren, die sich Kinder gewünscht haben und es nicht geklappt hat, oder Kinder die erwünscht empfangen wurden, aber frühzeitig in der Schwangerschaft verloren gingen.

5. Ecopop will die Einwanderung bremsen, damit der Wachstum in der Schweiz aufhört.

Warum wandern Menschen in die Schweiz ein? Nicht nur, aber oft, weil es hier Reichtum gibt. Die Schweiz ist eines der reichsten Ländern der Welt. Aber das war nicht immer so. Vor 200 Jahren sind Schweizer massenweise in die USA, nach Brasilien u.a. ausgewandert, weil hier Hungersnot herrschte! Kann man sich das heute noch vorstellen? Es ist ganz natürlich, dass Menschen dorthin fliehen, wo sie glauben, dass es ihnen besser gehen wird. Solange die Schweiz reich ist und es rundum (viel) ärmere Länder gibt, so lange werden sich die Menschen angezogen fühlen in dieses „wirtschaftliche Paradies“ zu fliehen. In Wirklichkeit könnte man die Zuwanderung erst dann wirksam verringern, wenn hier weniger Wohlstand und an anderen Orten mehr Wohlstand herrschen würde. Ich glaube, die Schweizer müssen das ertragen. Denn schliesslich leben wir auf Kosten der Armen (oder von wo stammen die meisten billigen Produkten der grossen Läden wie Aldi, Lidl, MIGROS, Coop usw. ?). Warum sollten wir nicht daran erinnert werden?

Wollen wir die Umwelt schonen und den Bauboom sowie das Elend der Armut stoppen, müssen wir beginnen einfach und bescheiden zu leben und mit den Armen zu teilen! Letztendlich nichts anderes, als das, was uns das Evangelium sagt!

2 Kommentare

  1. Ich habe noch unter Punkt 2. kleine Ergänzungen gemacht.

    Liebe Eva, ja, ich hoffe, dass die Initiative nicht viel Zustimmung erhält.

  2. Crazy, kann ich da nur sagen. Erinnert mich an eine Mischung von Grünen (Deutschland) und Familienpolitik in China.

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