Den Dreikönigstag feiern

Dreikönigskuchen mit Krone, Dreikönigstag, Epiphanie

Dreikönigskuchen mit KroneEpiphanie feiern mit Dreikönigskuchen und  Haussegnung

Gestern am Dreikönigstag feierten wir im Kreise der Familie mit zwei selbstgebackenen Dreikönigskuchen – eine Tradition, die ich bisher nur aus der Schweiz kenne.

In einem der Brötchen ist ein König versteckt – bei uns war es eine Nuss. Wer ein Brötchen mit dem König erwischt, darf König für den ganzen Tag sein und die Krone tragen. Da wir zwei Dreikönigskuchen hatten, gab es in unserer Familie zwei Könige – nämlich die älteste und dritte Tochter (die übrigens beide schon mehrmals Könige gewesen sind).

Dreikönigskuchen mit Krone

Weniger bekannt ist, dass an diesem Tag in der katholischen Kirche auch ein Gottesdienst zum Gedenken der drei Weisen Kaspar, Melchior und Baltasar gefeiert wird. Die drei Weisen, oder auch die drei Könige genannt, sind dem aufleuchtenden Stern gefolgt und haben den wahren König des Himmels und der Erde aufgesucht, ihn gehuldigt und die Geschenke Myhre, Weihrauch und Gold übergeben. Am Schluss des Gottesdienstes erhält man gesegnetes Salz, Kreide und Myhre, um mit nach Hause zu nehmen.

Haussegnung am Dreikönigstag

In katholischen Häusern wird zudem an diesem Tag die Wohnung und die Familie für das Neue Jahr gesegnet. Das kleine Hausritual beginnt vor der aufgestellten Krippe oder dem Weihnachtsbaum und einem stehenden Kreuz oder kleinen Ikone. Eine Kerze wird angezündet und der Weihrauch verbreitet sich in der Wohnung. Anschliessend geht man von Raum zu Raum und spricht ein Segensgebet, während das jeweilige Zimmer mit Weihwasser besprengt wird. Am Ende werden an die Türe mit gesegneter Kreide, folgende Zahlen und Buchstaben geschrieben: 20*K*M*B*15. Dies wird jeweils auch von den Sternsingern aufgeschrieben. Die Sternsinger sind Kinder aus der Pfarrei, die als Könige verkleidet von Haus zu Haus ziehen, Weihnachtslieder singen und Geld für die Armen sammeln.

Haussegen am Dreikönigstag

Am 6. Januar, also am Dreikönigstag (auch Epiphanie genannt), feiern die orthodoxen Christen übrigens erst Heiligabend!

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