„Schule ist eine Prüfungsfabrik“

Schule ist Prüfungsfabrik, Homeschool News, Bernice Zieba

Artikel einer Homeschool-Mutter, Barbara ChildsEine Mutter drückt ihre Besorgnis über die Schulbildung aus

Übersetzung vom Artikel “An Exam Factory” von Barabara Childs, Okehampton, Devon. Erschienen in “the Friend”, 28. Nov. 2014.

Special thanks to: Elsa M. Lampkin-Markwalder (Übersetzung) and Barbara Childs (Artikel)

Eine Prüfungs-Fabrik

Barabara Childs schreibt als Mutter über ihre Besorgnis, dass die Schulbildung zur Prüfungsfabrik geworden ist.

Warum erlauben wir es, dass weiterhin gelitten werden muss? Meine spirituelle Grundlage zu dieser Frage ist einfach: Hören Sie auf die Stimme der Liebe und Wahrheit in Ihrem Herzen, wenn Sie Kinder gestresst und spät in die Nacht hinein an ihren Schulaufsätzen arbeiten sehen, nicht aus Liebe zum Fach (die mag wohl einmal vorhanden gewesen sein), sondern aus Angst was morgen oder in ihrem späteren Leben passieren könnte, falls sie die notwendigen Noten nicht bekommen.

Oder wenn die Lehrer so viele Überstunden machen müssen und ihre Wochenenden oder Ferien nicht mehr wie früher geniessen können, weil sie nicht mehr aus Liebe zum Berufe arbeiten, sondern um gewisse Erfordernisse zu erfüllen, die nicht mehr viel mit Bildung zu tun haben.

Oder wenn Die Eltern gezwungen sind, eine Art von Vermittlungsmanager zu spielen, damit ihre Kinder Aufgaben erfüllen, die bedeutungslos sind, jedoch vom System verlangt werden.

Ich habe meine Kinder während all oder eines Teils ihrer Schuljahre zu Hause geschult. Ich würde gerne mehr über unsere Erfahrungen schreiben, Tatsache ist jedoch: Kinder brauchen nicht so viele Examen zu bestehen oder so viele Qualifikationen zu erwerben. Unser lokales Sixth Form College* akzeptiert zu Hause geschulte Kinder für A-level oder ähnliche Kurse mit 5 oder weniger GCSEs**, und manchmal mit gar keinen. Die meisten schliessen sehr gut ab. Einige gehen zur Universität und andere, obwohl qualifiziert, wählen einen anderen Weg.

Einige Leute haben mir gesagt, dass Homeschooling wohl gut und recht sei für Kinder mit gebildeten und motivierten Eltern der Mittelklasse, dass dies jedoch nicht für alle Kinder machbar wäre. Meine Meinung ist, wenn einige Kinder von diesem Hintergrund es schaffen, warum nicht alle Kinder mit einem solchen Hintergrund? Denkt daran, wieviel Zeit zur Verfügung stünde für andere Aktivitäten und wieviel Druck von Lehrern, Eltern und Kinder genommen würde. Denkt daran, wieviel Geld gespart werden könnte, wenn weniger junge Leute für weniger Prüfungen angemeldet würden. Dieses Geld könnte für die Bildung benachteiligter Kinder verwendet werden. Und wenn Kinder an der Spitze des Systems weniger Prüfungen ablegen würden, würde sich der Druck auf diejenigen weiter unten mildern.

Es kann riskant sein, Massnahmen zu ergreifen gegen das übergeordnete Wohl, das jedoch unseren Kindern unter Umständen Schaden zufügt. Ich glaube aber nicht, dass dies eines jener Risiken ist. Kinder können Prüfungen zu einem späteren Zeitpunkt ablegen, wenn sie das für nötig halten. Was ich mit meinem Homeschooling getan habe sehe ich als Verweigerung vom System aus Gewissensgründen. Ich bin aber keine Absolutistin. Heute Abend besuche ich das lokale Sixth Form College mit meinem beiden Jüngsten.

Ich werbe auch nicht für Homeschooling. Ich behaupte einfach, dass ich von meiner Erfahrung her weiss, dass Kindern nicht unnötiger Stress und Arbeit aufgeladen sein sollte, wegen so vielen Examen. Wir sollten uns ehrlich fragen: “Warum erlauben wir, dass unsere Kinder durch all das durchgehen müssen”?

Anmerkungen:
* Sixth Form: Abschlussklasse einer höheren Schule ** GCSE: General Certificate of Education

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